Liturgische Dienste

Lektorendienst

„Tolle lege – nimm und lies!

Einer Bekehrungslegende zufolge soll der hl. Augustinus diese Worte gehört haben –vvon einer Kinderstimme immer wiederholt, bis er die Bibel zur Hand nahm. Er schlug das Buch auf und las in den Paulusbriefen Worte, die ihn dazu  brachten, sein Leben zu ändern.
Nun, welcher Stimme sind die ca. 30 Lektoren unserer SE gefolgt, um liturgische Texte  im Gottesdienst zu lesen? Was hat sie zu diesem wichtigen Dienst vor 2, 12 oder gar 25, ja 40 Jahren motiviert? Diese und weitere Fragen haben wir gestellt. Aufgrund der Fülle der – sehr interessanten- Antworten, hier einige der Rückmeldungen - meist in Stichworten:
Wie wird man Lektor/in?
Durch Anfragen von Hauptamtlichen/durch eigenes Interesse: „Wer sich dazu berufen fühlt und Freude daran hat“/ durch den persönlichen Werdegang: „Ich habe schon im Jugendgottesdienst vorgelesen“;
Was motiviert Sie zu ihrem Dienst ?
Die Freude, Gottes Wort mit zu verkünden, Beschäftigung mit biblischen Texten, die Chance, als Gemeindemitglied - auch als Frau - aktiv im Gottesdienst einen Part zu übernehmen, der Wunsch, dass das eine oder andere Wort bei den Mitchristen nachklingt, meine Talente sinnvoll einzusetzen, durch das Engagement, das Leben der Gemeinde zu bereichern („getragen von vielen“/die Gaben des hl. Geistes sind vielfältig“), mein Glaube, Verantwortung übernehmen, das Gefühl, etwas Gutes zu tun, positive Rückmeldungen…
Was gilt es bei der Lesung besonders zu beachten?
Das Mikrofon optimal auf den Mund ausrichten; deutlich, langsam und laut vortragen; Betonung, Pausen beachten; mich vorher mit dem Text vertraut machen; den Text selbst verstehen; die Aussprache schwieriger biblischer Namen beachten…
Wie war Ihr 1. Dienst?
Aufregend, „aber das legt sich mit der Zeit“. Die Aufregung „machte deutlich, wie wichtig der Dienst mir ist“; eine Herausforderung, ruhig. Ich bin das Vorlesen vor vielen schon lange gewohnt; “vor Aufregung viel zu leise gesprochen, aber das hat sich geändert“; angespannt, „doch als ich am Mikrofon stand, war alles gut“...
Haben Sie einen Lieblingstext?
Die Antworten waren so vielfältig, dass ich nur einen Lektor zitieren kann: „Viele“
Gibt es eine Fortbildung zum Amt?
Es gibt Möglichkeiten auf Dekanatsebene, Lektorenschulung im Kloster.
Gibt es Rückmeldungen aus der Gemeinde (nicht das Mikrofon, sondern die Leseart betreffend)?
sehr positiv, aufmunternd, freundlich, „die Fürbitten tun gut und berühren die Menschen“, viele Zusprüche…

Dieser Artikel ist als herzlicher Dank an alle Lektoren*innen gedacht, die ja neben ihrer klaren, deutlichen Aussprache auch ein Stück ihrer Persönlichkeit einbringen, die in der Stimme mitschwingt. „Ich freue mich, wenn die Leute durch meine Art vorzulesen, die Texte gerne aufnehmen“. Zeigen wir ruhig immer wieder den jeweiligen Lektoren unsere Wertschätzung. Geben wir zum Schluss noch einmal einer Lektorin das Wort: „Es macht Spaß, Lektorin zu sein! Der Zeitaufwand ist gering (ca.1 bis 2 mal im Monat) und man kann sich ehrenamtlich engagieren.

Also – wie wär’s mit Ihnen?“

 

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